Verdi tarifvertrag digitalisierung


Mehr als 55 Teilnehmer aus 35 Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes diskutierten, wie innovative bewährte Verfahren durch Tarifverträge mit wertvollem Austausch zwischen Arbeitnehmervertretern entwickelt werden können, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsplatz befassen. (1. Oktober 2019) Die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro war eine der Forderungen, die die Delegierten des Verdi-Gewerkschaftskongresses anzogen. Sie kamen zusammen, um über die Politik für die nächsten vier Jahre zu debattieren und zu entscheiden. Zu den wichtigsten Themen gehörten die Stärkung der Tarifverhandlungen, die Erhöhung der Mitgliederzahl und die Wahl der neuen Führung. Der Kongress verabschiedete seinen ersten Vorsitzenden Frank Bsirske emotional. Frank führte die Gewerkschaft seit ihrer Gründung im Jahr 2001 und wurde zum Gesicht der neuen und fortschrittlichen Gewerkschaft. Der Generalsekretär der EPSU dankte vor den rund 1000 Delegierten für die vielen Beiträge zur europäischen Gewerkschaftsbewegung und erinnerte: “Wir brauchen mehr und nicht weniger Europa, um uns den vielen Herausforderungen zu stellen, vor denen wir stehen”. Gemeinsam mit Forderungen von Verdi und DGB nach mehr öffentlichen Investitionen in öffentliche Dienstleistungen und öffentliche Infrastruktur. Gestern (19. Dezember 2018) verabschiedeten die Containerterminal-Betreibergruppe EUROGATE und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Bremen den sogenannten Zukunftstarifvertrag.

Mit der Unterzeichnung des Abkommens haben die Parteien eine mehr als eineinhalbjährige Verhandlungsphase erfolgreich abgeschlossen. Das Abkommen deckt die potenziellen Auswirkungen von Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen in den Häfen ab. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, plant EUROGATE, wie viele seiner Wettbewerber, sein operatives Geschäft durch sukzessive Verstärkung des Automatisierungsgrades auszubauen. Der angenommene Zukunftstarifvertrag regelt das Management beschäftigungsbezogener Veränderungen, die durch umgesetzte Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen bewirkt werden, und bietet für beide Seiten einen verbindlichen Rahmen für die ersten und zukünftigen Phasen dieses wichtigen Transformationsprozesses. Anlässlich der Unterzeichnung sagte Ulrike Riedel, Mitglied des Vorstands der EUROGATE-Gruppe und Personalleiterin: “Der neue Future-Kollektivvertrag ist das Ergebnis eines intensiven Verhandlungsprozesses. Die Automatisierung wird grundlegende Veränderungen mit sich bringen, die wir noch nicht vollständig vorhersehen können und die offensichtlich eine Menge Unsicherheit verursachen. Der Zukunftstarifvertrag bietet die notwendige Orientierung und bringt Sicherheit für das Unternehmen und unsere Mitarbeiter auf unserem Weg durch diesen Wandel.” Redner auf nationaler und lokaler Ebene stellten ihre Tarifstrategien vor, um sowohl die negativen Auswirkungen der Digitalisierung abzumildern als auch neue Technologien zur Verbesserung der Arbeitsqualität zu nutzen. Colenzo Jarrett-Thorpe von der Gewerkschaft Unite im Vereinigten Königreich skizzierte den Entwurf eines Technologieabkommens, das sie in den Verhandlungen verwendet, während Massimo Cenciotti von FP-CGIL in Italien die Erfahrungen der Arbeitnehmer im Abfallsektor bei der Bekämpfung der allgegenwärtigen Überwachung und Überwachung beschrieb. “Ein allgemein verbindlicher Tarifvertrag würde dann auch für Amazon gelten”, sagte Akman. Die letzte Sitzung war den Überlegungen gewidmet, wie technologische Störungen die Zerstörung oder radikale Neudefinition vieler Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst verursacht haben und wie dies es den Arbeitgebern ermöglicht, bei der Erstellung neuer Stellenprofile die Messlatte in Bezug auf Bezahlung und Bedingungen zu senken.

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